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Spielend die Welt entdecken: Geschlechterrollen bei Kindern

„Puppen und Barbies sind nur etwas für Mädchen!“. Der achtjährige Lukas beschäftigt sich am liebsten mit seiner Autosammlung, mit Puppen hat er bisher noch nicht gespielt. Aber wieso eigentlich? Wenn man sich die Spielzeugregale einmal genauer ansieht, wird schnell klar: hier sind die Rollen klar verteilt. Eine rosa Welt für Mädchen – actionreiches Spielzeug für Jungs. Dabei sollten starre Geschlechterrollen doch heutzutage keine Rolle mehr spielen. Trotzdem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass sich Eltern doch Sorgen machen, wenn sich der eigene Sohn plötzlich für Barbies, anstatt für Rennautos interessiert. Aber was bedeutet das für die Entwicklung und wie wichtig sind Geschlechterrollen bei Kindern eigentlich?

Gesellschaftliche Vorstellungen: Geschlechterrollen 

Auch wenn sich unsere Gesellschaft inzwischen weiterentwickelt hat, bestehen immer noch klare Vorstellungen darüber, was als männlich oder weiblich gilt. Das gilt auch für das Thema Geschlechterrollen bei Kindern. Allerdings sind diese Geschlechterrollen in keinerlei Hinsicht biologisch bedingt. Das bedeutet, dass es vor allem auf die individuelle Persönlichkeit ankommt, wie sich ein Kind verhält. Mit dem Geschlecht hat das erstmal nichts zu tun. Es ist also wenig förderlich, den Nachwuchs nach stereotypischen Klischees zu erziehen. Vielmehr sollten Mama und Papa auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes eingehen. Es muss seine eigenen Erfahrungen und Eindrücke sammeln dürfen. Versuchen Eltern die Kleinen in eine bestimmte Sparte zu drängen, sind Frustration und Unzufriedenheit oft vorprogrammiert. 

Die Entwicklung von Geschlechterrollen bei Kindern

Egal ob zuhause oder im Kindergarten – die Kleinen kommen früher oder später mit Stereotypen in Berührung. Schon alleine im Spielzeugladen ist klar getrennt, was Mädchen und was Jungen zu interessieren hat. Dabei entwickeln sich Geschlechterrollen bei Kindern in verschiedenen Stufen:

  • 2. Lebensjahr: Kinder wissen, dass verschiedene Geschlechter existieren. Sie verinnerlichen schon hier erste Geschlechterrollen.
  • 3. Lebensjahr: Spezifische Geschlechterrollen bei Kindern festigen sich nach und nach.
  • 5. Lebensjahr: Kinder können bestimmte Stereotype klar definieren und identifizieren sich mit der ihr zugeschriebenen Rolle.
  • 6. Lebensjahr: Kinder fangen an zu reflektieren. Sie entwickeln ihre individuellen Vorstellungen zum Thema Geschlechterrollen.

Bezugspersonen: männlich oder weiblich?

Es ist kein Geheimnis, dass Kinder vor allem durch das Beobachten lernen. Doch ist es hierbei wichtig, dass Jungen eine männliche und Mädchen eine weibliche Bezugsperson haben? Die Antwort ist: Nein! Hier kommt es voll und ganz darauf an, wem der Nachwuchs vertraut. Dabei muss es sich auch nicht unbedingt um ein Elternteil handeln. Eine Bezugsperson kann genauso gut der Opa oder die Tante sein. Wichtig ist nur, dass die Kleinen wissen, sie haben immer einen Ansprechpartner mit dem sie offen reden können.

Spielend die Welt entdecken: Interessen von Kindern akzeptieren

Fest steht: Bei der Erziehung sollte das Geschlecht eine untergeordnete Rolle spielen. Eltern sollten akzeptieren, wenn der Nachwuchs sich für Nagellack und Co. interessiert und das, auch wenn er männlich ist. Kinder probieren sich gerne aus und schlüpfen am Liebsten jeden Tag in eine andere Rolle. Mama und Papa sollten auf dieses Rollenspiel eingehen und Kinder dabei unterstützen. Wünschst sich der achtjährige Lukas zum nächsten Geburtstag also eine Barbie, sollten Eltern auf diesen Wunsch eingehen und eigene Erwartungen hintenanstellen. Das heißt aber nicht, dass Mama und Papa eine liberale Erziehung erzwingen müssen. Wenn sich Mädchen in einer rosa Welt wohl fühlen, ist das genauso in Ordnung. Das Bedürfnis der Kleinen sollte immer an erster Stelle stehen – auch was das Thema Geschlechterrollen bei Kindern angeht.

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