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Mein Kind erfindet Geschichten…

„Ich habe die Schokolade nicht aufgegessen…“, „Ich habe ein kleines Pony in meinem Zimmer…“. Dass vielen Kindern keine lange Nase wie beim Pinocchio wächst, ist manchmal erstaunlich. Warum nehmen Kinder die Sache mit der Wahrheit oft nicht so ernst? Um diese Frage zu beantworten sollte immer beachtet werden, dass auch eine Lüge eine Nachricht von dem Kind darstellt. Viele Experten raten: Eltern sollen nicht zu streng sein.

 

 

Lüge oder blühende Phantasie?

Es gibt viele Gründe warum Kinder lügen und nicht selten steht keine Absicht dahinter. Als erstes soll zwischen Lügen und Phantasieren oder Flunkern unterschieden werden. Bis zum vierten Lebensjahr können Kinder nicht richtig zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterscheiden. In einem Alter von ca. 4 Jahren ist phantasieren etwas ganz normales und das Spielen mit der Wahrheit gehört zur kindlichen Entwicklung.

Lügen ist gleich Experimentieren

Erst ab einem Alter von fünf oder sechs Jahren ist das kindliche Bewusstsein so weit, dass ein Kind eine Unwahrheit erkennt und diese versucht bewusst einzusetzen. Es ist eine Art Experiment. Das Kind sagt Unwahrheit und warten die Reaktion eines Erwachsenen ab. Lässt sich mit der Lüge ein Erfolg erzielen? Ist jemand glücklicher wenn ich etwas nettes sage, auch wenn es nicht ganz der Wahrheit entspricht? Bekomme ich keine Strafe, wenn ich sage „ich war es nicht“? In solchen Fällen sollen die Eltern nicht gleich los schimpfen sondern eher überlegen warum das Kind zu Lüge greift.

Gründe warum Kinder lügen

Das Erkennen, warum das Kind lügt hilft den Erwachsenen richtige Schritte vorzunehmen.  

Angst – werden Mama und Papa schimpfen, wenn ich sage, dass ich mein Fahrrad kaputt gemacht habe? Je jünger das Kind, desto schwerer kann es einschätzen die Erwachsenenreaktion. Es greift zu einer Lüge um einer Strafe zu entkommen. In solchen Fällen sollen Eltern überlegen, ob sie in der Vergangenheit vielleicht überreagiert haben. Sie sollen das Gespräch mit dem Kind suchen und ermutigen. Dem Kind das Gefühl zu übermitteln, dass es alles sagen kann und dass es gut ist, wenn es zu seinen Fehlern steht.
Anerkennung – ich habe ein Pony in meinem Zimmer und ein Fernseher und…. Kinder erzählen Geschichten auf dem Spielplatz um sich interessanter zu machen und können nicht richtig erkennen wie unglaubwürdig diese sind. Dahinter kann sich ein schwaches Selbstwertgefühl verbergen. Vielleicht aber neigen auch Eltern zu Übertreibungen und die Kinder machen es ihnen nach. Die Eltern sollen Stärken und Talente des Kindes hervorheben und ihm zur Erfolgserlebnissen verhelfen. Ein Hobby in dem das Kind seine Stärken zeigen und Erfolge erzielen kann, ist eine gute Möglichkeit sein Selbstbewusstsein zu stärken.
Höflichkeit – „Opa, das ist das tollste Geschenk der Welt!“ Wenn Ihr Kind z.B. Freude über ein Geschenk äußert obwohl es kein Interesse daran hat, wissen Sie – es ist eine Notlüge. Das Kind möchte die Gefühle des anderen nicht verletzten und greift auf eine Höflichkeitslüge zurück. Die Eltern sollen in dem Fall gelassen reagieren, da Lügen zu einer sozialen Kompetenz gehört. Lassen Sie solche Notlügen zu, denn in seinem späteren Leben werden die auch gebraucht. Es ist aber wichtig, dass das Kind begreift wann eine Unwahrheit aus Höflichkeit angebracht ist und wann nicht. Es ist gut, wenn es früh damit umzugehen lernt.
Scham – Schlechte Noten verschweigen oder eine misslungene Bastelarbeit? Schamlügen haben meistens die Absicht den Belogenen nicht zu enttäuschen. Die Kinder wollen Ihre Eltern schützen. Schlechte Noten in der Schule ist ihr eigenes Versagen und damit eine sehr große Belastung. Diese Scham wollen sie den Eltern nicht antun und schwindeln lieber. Vermitteln Sie ihrem Kind, dass Fehler und Missgeschicke normal sind und bei allen Menschen vorkommen. Suchen sie nach Beispielen, mit denen sie das verdeutlichen können.
Es gibt kein einfaches Rezept, wie man reagieren soll… Hilfreich ist aber eine verständnisvolle Einstellung.

Tipps für einen richtigen Umgang mit Lügen

 

 

 

 

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